Kurt J. Haas

Maler
Gegenwelten
Das elektronische Buch

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Folgende Neujahrsblätter können noch für Fr. 12.- (exkl. Versandkosten) bestellt werden:
  • 1993 Schmiede Wiedikon
  • 1994 Steinstrasse
  • 1995 Bethaus und Schmiede
  • 1996 Kirche Bühl
  • 1997 Üetliberg
  • 1998 Aegertenwiese
  • 1999 Friedhof Sihlfeld
  • 2000 Schulhäuser Bühl
  • 2001 Backsteinfabrik

Neujahrsblätter

Aegertenwiese 1834

Aegertenwiese 1834
Festbetrieb am Eidgenössischen Ehr- und Freischiessen auf der Aegertenwiese 1834. Aquarell von Rudolf Denzler 1834. Original im Besitz der Zürcher Kunstgesellschaft (BAZ). Zum besseren Zugang aus der Stadt wurde dort, wo jetzt die Stauffacherbrücke steht, ein Steg errichtet. Der Eingang befand sich beim Botanischen Garten, etwa dort, wo heute das Haus der Berufsfeuerwehr steht. Der Schützenplatz war 500 Schritt breit und 1000 Schritt lang und die Scheiben wurden am Abhang des Rebhügels aufgestellt. Im Festzelt fanden an 150 Tischen 3000 Gäste Platz. Die Festrede hielt Regierungsrat Johannes Hegetschweiler. Die berühmtesten Gäste waren Königin Hortense mit dem Prinzen Louis Napoleon. Das Fest dauerte vom 12 bis 19. Juli 1834.

Backsteinfabrik

Backsteinfabrik
Stich von R. Ringger. 1861 wurde durch die Firma Frehner & Co. die mechanische Ziegelei im "Binz" gegründet, gleichzeitg mit der Ziegelei im "Tiergarten". Mit diesen mechanischen Ziegeleien war es möglich, die Ziegel einfacher und billiger herzustellen und diese zum Backstein zu brennen. Dies eröffnete die Möglichkeit, eine neue Art Häuser zu bauen (u.a. auch die Bühlkirche).

Bethaus und Schmiede

Bethaus und Schmiede
Bethaus und Schmiede um 1900, nach einer Anichtskarte aus jener Zeit, gezeichnet von Paul Wyss (geb. 1925, lebt in Zürich). Links das Haus mit der Versicherungs-nummer 41, damals bewohnt von den Familien Schultheis und Zollinger. Das Bethaus von 1791 diente seit dem Bau der Bühlkirche (1896) verschiedenen Zwecken und war der Stadt Zürich zum Kauf angeboten. Erst 1906 übernahm es die Kirchgemeinde wieder für eigene Zwecke. Der Brunnen von 1764 ist nicht sichtbar. Über dem Sonnenschirm der spazierenden Dame der seit 1809 bestehende Anbau der Schmiede mit dem Kamin.

Friedhof Sihlfeld

Friedhof Sihlfeld
Centralfriedhof der Stadt Zürich, Lithographie von J. J. Hofer, Zürich. 1877 Einweihung der ersten Etappe des neuen Zentralfriedhofs. Realisiert wird die nordöstliche Hälfte der Anlage, Pläne von Stadtbaumeister Arnold Geiser. Schon auf dem ornamentalen Plan des damaligen Stadtbaumeisters für den "Centralfriedhof der Stadt zürich" besitzt der Friedhof Sihlfeld A den heutigen, quadratischen Grundriss. Angeblich hat der Wiener Zentralfriedhof dafür als Vorbild gedient. Seine feingliedrige, klassizistische Portalanlage besteht aus hohem Haupttor, symmetrischen Seitenarkaden und harmonischen Flügelhäusern. Nach aussen bilden die Bauteile des Portals eine abwechslungsreiche Front. Aus einiger Entfernung korrespondiert sie mit der Silhoutte des Üetlibergs.

Kirche Bühl

Kirche Bühl
Bühlkirche Zürich-Wiedikon, Original-Holzstich von 1897. Sie wurde 1895/96 auf dem Moränenhügel oberhalb des Dorfes erbaut, wo ausser den wenigen Bauernhöfen des "Wyl" noch keine Gebäude standen, während die Abhänge beidseits mit Reben bepflanzt waren. Der Name Bühl findet sich urkundlich erstmals 1292 im Zusammenhang mit einem Landabtausch zwischen dem klosten Oetenbach und dem Deutschen Kaiser.

Schmiede Wiedikon

Schmiede Wiedikon
Nach einer Lithographie von A. Franke, wohl aus der Zeit kurz vor dem Abbruch 1933. Eine Dorfschmiede wäre vor 1798 von der nahen Stadt aus nicht geduldet worden. Sie wurde erst 1808 von David Näf als Anbau an sein uraltes Bauernhaus errichtet. Dieses war ursprünglich ein Teils des Meierhofes gewesen und gehörte um 1400 dem Ritter Götz II. von Hünenberg, um 1470 dem Zürcher Bürgermeister Heinrich Schwend, um 1500 dem Apotheker Anton Klauser in Zürich. Im 17. und 18. Jahrhundert war der Hof ein Erblehen der Familie Trüb, später der Familie Näf. Die "Schmiede" wurd als Wirtschaft aus dem 19. Jahrhundert in den Neubauübenommen und hier bis 1960 weitergeführt. Damit erklärt dieses Blatt, warum der Neubau das Wandbild eines Schmiedes bei seiner Arbeit zeigt und warum eine stadtbekannte Tram- und Bushaltestelle noch immer "Schmitte Wiedike" heisst.

Schulhäuser Bühl

Schulhäuser Bühl
Reproduktion der Graphischen Anstalt Hofer & Co. Zürich. Schulhaus Bühl, das erste nach der Eingemeindung durch die Stadt im Jahre 1900 in Wiedikon erstellte Schulhaus. Aussersihl und Wiedikon wurden zum dritten, zum grössten der damaligen fünf Stadtkreise mit gemeinsamer Schulpflege, vereinigt. Bei der zweiten Vereinigung mit den Limmat- und Glattalgemeinden und der neuen städtischen Schuleinteilung im Jahr 1934 wurden Leimbach, Wollishofen, Enge, Wiedikon, Albisrieden als Schulkreis Uto, mit Sitz der Kanzlei im Amtsgebäude Wiedikon, zusammengeschlossen.

Steinstrasse 8 und 10

Steinstrasse 8 und 10
Lithographie von Jakob Eschenmoser 1980: Die beiden alten Häuser an der Steinstrasse 8 und 10. Rechts Steinstrasse 8, erbaut 1594 von Felix Eberhart auf kleiner Wiese neben dem Baumgarten des Nachbarhauses (Steinstrasse 2, jetzt Parkplatz). 1654 zwei Hälften, 1692 drei Drittel, seit 1896 wieder ein Ganzes. 1986/87 zum Heimat- und Ortsmuseum umgebaut. Die Trennwand zwischen Haus und Scheune entspricht noch dem ursprünglichen Bohlen-Ständerhaus, doch einzelne Balken sind noch hundert Jahre älter. Links Steinstrasse 10, erbaut von Jakob Schnetzler, mit Erlaubnis der Obervögte knapp ausserhalb des Dorfbannes. Da der Nachbar von der anderen Seite ebenfalls knapp an diese Grenze baute, wirken die beiden Häuser, als ob es sich nur um eines handeln würde. Das Haus links befindet sich seit über zweihundert Jahren im Besitz der gleichen Familie!

Üetliberg mit Hotel Fürst und Uto Kulm

Üetliberg mit Hotel Fürst und Uto Kulm
Aquatinta von R. Dikenmann. Friedrich Beyel liess 1839/40 vom Zürcher Architekten J. J. Breitinger auf dem Üetliberggipfel das "Gast- und Kurhaus Üetliberg" errichten. Nach Beyels Tod 1866 erwarben die Hoteliers T. Baur und C. Fürst 1873 das Gasthaus. C. Fürst liess vom Architekten E. Schmid-Kerez das Gasthaus erweitern und nördlich davon den Grossbau des "Hotels Üetliberg" errichten. Der vergrösserte Berggasthof, das Hotel und die Üetlibergbahn wurden 1875 eröffnet. Das Grand-Hotel auf der Ägerten überlebte nicht. 1927 wurde die Liegenschaft von der Stadt Zürich übernommen und in der Folge eine Freiluftschule darin eingerichet. Als Baufällikeit festgestellt worden war, erfolgte 1943 der Abbruch.