Ortsmuseum

Bauarchäologische Untersuchung 1985

Das einfache Bauernhaus an der Steinstrasse 8 bildet mit dem benachbarten Gebäude Steinstrasse 10 ein Ensemble. Bereits um 1400 ist der älteste Teil des Hauses Nr. 8 als "Eselschreis Hofstatt" urkundlich nachgewiesen. Das Einwohnerverzeichnis von 1827 bezeichnete es als "Armenstube" von Wiedikon, in welcher zahlreiche Personen "zum Teil mit viel Elend" wohnten.

Vor der Renovation war es möglich, das Gebäude zu untersuchen. In der ältesten von drei erkennbaren Bauphasen bestand ein sogenannter Hochstud- oder Firstständerbau aus den Jahren 1488/90, die zweite Phase brachte eine Erweiterung nach Norden, in der dritten wurde der ganze Dachstuhl ersetzt. Historisch ist das Haus in den Grundprotokollen zurückzuverfolgen bis ins Jahr 1652, in einer älteren Urkunde ist es sogar schon 1594 erwähnt.

Der älteste Bau steht auf eichenen Grundschwellen. Seine mächtigen Ständer aus Tannenholz führten an den Längsfassaden bis zum oberen Abschlussbalken unter der Dachkonstruktion (Rähm) und in der Mitte des Hauses bis zum Firstbalken. Die Ständer sind oder waren an ihrem oberen Ende mit den Bundbalken bzw. Rähmen durch angeblattete Kopfstreben verbunden. Von den Firstständern ist nur noch jener erhalten, den man bei der Dachstuhlerneuerung auf der Höhe des Bundbalkens abgesägt hat. Der zum Ständerbau gehörige Dachstuhl trug wahrscheinlich ein eher flach geneigtes, sogenanntes Tätschdach mit Rafen. Dieser älteste Ständerbau konnte durch die vorgenommene dendrochronologische Untersuchung in die Jahre 1488 bis 1490 datiert werden. Die Wände des Wohnteils, d. h. der Südhälfte des Gebäudes, waren mit Bohlen ausgefacht, wie sie teilweise noch heute zu sehen sind. Für die Scheunenwände sind Verbretterungen anzunehmen. Im Wohnteil lag offenbar in der Mitte des Hauses die Küche, auf beiden Seiten davon befanden sich Stube und Kammer. Die Küche wies eine offene Feuerstelle mit Kamin auf.

Einen ersten Umbau oder eine Sanierung nahm man an der Trennwand gegen die Scheune und an der Giebelfassade Nord vor. An Stelle wahrscheinlich durchgehender Bohlen setzte man je einen Zwischenständer und halb so lange Bohlen in die Wandfelder. Diese Zwischenständer konnten in die Jahre 1594/95 datiert werden. Ob dieses Datum auch für den nachfolgend beschriebenen Anbau Gültigkeit hat, muss mangels eindeutigem Baubefund offen bleiben. Da das Zieglergewerbe in Wiedikon schon früh Bedeutung erlangte und im Jahre 1600 ein Ziegler Kaspar Zurlinden als Gläubiger an diesem Haus erwähnt ist, liegt die Vermutung nahe, das Dach sei schon in dieser Zeit mit Ziegeln und nicht nur mit Schindeln bedeckt gewesen. Die Verlängerung im Norden ist ähnlich in der Konstruktionsart wie der Altbau, aber ohne durchgehenden Firstständer. Sie wurde wahrscheinlich im 17. Jahrhundert als weiterer Wohnteil errichtet. Die Ständer sind ebenfalls mit Kopfstreben versehen, und die Wände bestanden aus Bohlen. Ein separat aufgesetzter, stehender Dachstuhl trug das flachgeneigte Rafendach. Auch in diesem Teil dürften in der Mitte die Küche und an beiden Längsseiten die Wohnräume gelegen haben. In dieser Zeit, sicher seit der Mitte des 17. Jahrhunderts, gehörte das Haus ganz oder teilweise für mehr als hundert Jahre Eigentümern namens Wetzel. Eine 1654 vorgenommene Dreiteilung wurde erst 1892 wieder aufgehoben.

In späterer Zeit, aber kaum vor dem 18. Jahrhundert, wurde das ganze Dach erneuert. Dabei entfernte man die bestehenden Dachkonstruktionen bis auf den Dachboden und ersetzte die Balkenlage. Sie trägt seither den neu aufgerichteten stehenden Dachstuhl, der im Gegensatz zu seinen Vorgängern eingezäpfte Verstrebungen aufweist. Es handelt sich um ein Sparrendach mit Aufschieblingen und dem entsprechenden Knick in der Dachfläche. Bei dieser Gelegenheit muss ein Kamin aufgesetzt worden sein, denn das Holzwerk ist kaum russgeschwärzt.

Im Verlaufe des 17. und 18. Jahrhunderts wurden, teilweise wohl gleichzeitig mit dem Dachumbau, an verschiedenen Stellen im Haus Verbesserungen vorgenommen. Unter anderem ersetzte man die Bohlenwände durch Fachwerk und beliess es da und dort auch im Innern sichtbar. Später wurde verschiedentlich neu getäfert und ein Teil der Westfassade durch Mauerwerk ersetzt. Wann das geschah, wissen wir nicht. Das 20. Jahrhundert hinterliess seine Spuren vor allem im Sanitärbereich durch den Einbau von Toiletten und modernen Küchen.

Die gemeinnützige Genossenschaft Heimat- und Ortsmuseum Wiedikon hatte die Absicht, das baufällige Gebäude zu renovieren und darin nebst zwei Wohnungen ein Heimat- und Ortsmuseum einzurichten. Zur Finanzierung des Vorhabens gewährte die Stadt ein grundpfandversichertes, zinsloses Darlehen sowie weitere finanzielle Unterstützung mit der Auflage, dass bei der Sanierung den berechtigten Forderungen der Denkmalpflege Rechnung getragen und das Haus unter Denkmalschutz gestellt werde. Das Umbau- und Renovationsvorhaben sollte möglichst weitgehend die Substanz des Hauses erhalten und den bescheidenen Charakter und das überlieferte äussere Erscheinungsbild bewahren. Zwischen 1985 und 1987 wurden der Innenumbau und die sanfte Renovation in engem Einvernehmen mit der Denkmalpflege durchgeführt. Die bestehenden Boden-, Wand- und Deckenverkleidungen wurden sorgfältig und abschnittweise demontiert, doch bei den darunterliegenden Bauteilen kamen zum Teil gravierende Schäden zum Vorschein, so dass das Haus bis auf seine tragende Struktur ausgeweidet werden musste. Das ganze Gebäude wies abgesehen von zwei kleinen Kellern keine Fundation auf, was eine nachträgliche, abschnittweise Unterfangung der Fassaden und Innenwände nötig machte.

Im Bereich des Erdreichs waren die Ständer und Fussschwellen verfault und mussten ausgewechselt werden. Auch die Holzkonstruktionen des Fachwerks waren teilweise verfault und morsch, die Ausfachungen aus Bollen und Ziegelsteinen fielen heraus, und im Bereich der Kamine stellte man grosse Wasserschäden fest. Der rückwärtige Terrassenanbau gegen die Kollerwiese befand sich in einem derart schlechten Zustand, dass er neu erstellt werden musste, und auch ein Grossteil des gesamten Dachstuhls musste ersetzt werden. Bei der Sanierung der Fassaden versuchte man dem ursprünglichen Aussehen des Baukomplexes gerecht zu werden und die verschiedenen Gebäudeteile gegeneinander abzusetzen. Der westliche Schopfanbau gegen die Kollerwiese bestand aus Holz und sollte daher auch diesen Eindruck bewahren. Aus diesem Grund wurde über den unbrennbaren Isolationsplatten eine senkrechte Verbretterung angebracht. Dasselbe Vorgehen wählte man beim östlichen Gebäudeteil, der ursprünglich als hölzerne Scheune erstellt worden war und dem später durch Einbau von Zimmern massive Bauteile zugefügt worden waren. Auch dieser Hausteil ist heute, wenigstens strassenseitig, durch eine senkrechte Verbretterung als einst angebaute Scheune erkennbar.

An der Nord- und Westfassade der eigentlichen Wohnteile kam nach Entfernung des Aussenputzes und der Verbretterung ein schönes Fachwerk zum Vorschein, das an diesen beiden Fassaden sichtbar belassen wurde. Seit 1986 stehen das Äussere des Gebäudes, seine konstruktive Gebäudestruktur, die ursprünglichen Bohlenwände, die beiden ursprünglichen Keller samt Lichternischen und der Vorgarten unter Denkmalschutz.

Fotografien aufgenommen kurz vor Umbau

Fassade Seite Steinstrasse

Fassade Seite Steinstrasse

Fassade Seite Steinstrasse

Fassade Seite Steinstrasse

Tor Seite Steinstrasse

Tor Seite Steinstrasse

Fassadenausschnitt Seite Kollerwiese

Fassadenausschnitt Seite Kollerwiese

Fassadenausschnitt Seite Kollerwiese

Fassadenausschnitt Seite Kollerwiese

Fassade Seite Kollerwiese

Fassade Seite Kollerwiese

Blick vom Hof Richtung Zimmer EG

Blick vom Hof Richtung Zimmer EG

Eingangsfassade mit Parkplatz im Vordergrund

Eingangsfassade mit Parkplatz im Vordergrund

Eingangsfassade mit Frau Stahl

Eingangsfassade mit Frau Stahl

Gasse zwischen Steinstrasse 8 und 10

Gasse zwischen Steinstrasse 8 und 10

Engangsbereich im Erdgeschoss mit Blick Richtung Parkplatz

Engangsbereich im Erdgeschoss mit Blick Richtung Parkplatz

Treppe EG mit Türe zum Lagerraum

Treppe EG mit Türe zum Lagerraum

Treppe 1. OG mit Türe zu Küche 1. OG gegen Haus Steinstrasse 10

Treppe 1. OG mit Türe zu Küche 1. OG gegen Haus Steinstrasse 10

Rauchabzug über Treppe

Rauchabzug über Treppe

Treppe 2. OG

Treppe 2. OG

Treppe 1. OG

Treppe 1. OG

Treppe EG zu 1. OG

Treppe EG zu 1. OG

Treppe Küche und Zimmer 1. OG Blickrichtung Steinstrasse 10

Treppe Küche und Zimmer 1. OG Blickrichtung Steinstrasse 10

Küche 1. OG Blickrichtung Parkplatz

Küche 1. OG Blickrichtung Parkplatz

Küche 1. OG Blickrichtung Treppe

Küche 1. OG Blickrichtung Treppe

Küche 2. OG Blickrichtung Parkplatz

Küche 2. OG Blickrichtung Parkplatz

Zimmer 1. OG Blickrichtung Terrasse

Zimmer 1. OG Blickrichtung Terrasse

Zimmer 1. OG, rechts Türe zu Treppe

Zimmer 1. OG, rechts Türe zu Treppe

Terrasse 1. OG Blickrichtung Zimmer

Terrasse 1. OG Blickrichtung Zimmer

Treppenuntersicht vom Lagerraum aus

Treppenuntersicht vom Lagerraum aus

Küche 1. OG, rechts Türe zu Treppe

Küche 1. OG, rechts Türe zu Treppe

Küche 1. OG Blickrichtung Haus Steinstrasse 10

Küche 1. OG Blickrichtung Haus Steinstrasse 10

Stube 1. OG

Stube 1. OG

Stube 1. OG

Stube 1. OG

Zimmer 1. OG Blickrichtung Parkplatz

Zimmer 1. OG Blickrichtung Parkplatz
om-vor-umbau-36.jpg

Zimmer 2. OG Blickrichtung Parkplatz

Zimmer 2. OG Blickrichtung Parkplatz
om-vor-umbau-36.jpg

Zimmer 1. OG Blickrichtung Haus Steinstrasse 10

Zimmer 1. OG Blickrichtung Haus Steinstrasse 10

(Wohn-)Zimmer 2. OG Blickrichtung Steinstrasse

(Wohn-)Zimmer 2. OG Blickrichtung Steinstrasse

(Wohn-)Zimmer 2. OG Blickrichtung Parkplatz

(Wohn-)Zimmer 2. OG Blickrichtung Parkplatz

Zimmer 1. OG Blickrichtung Hof

Zimmer 1. OG Blickrichtung Hof

Zimmer 2. OG Blickrichtung Hof

Zimmer 2. OG Blickrichtung Hof

Küche 2. OG Blickrichtung Hof

Küche 2. OG Blickrichtung Hof

Dachboden 2. OG Blickrichtung Hof

Dachboden 2. OG Blickrichtung Hof

Dachboden 2. OG Blickrichtung Haus Steinstrasse 10

Dachboden 2. OG Blickrichtung Haus Steinstrasse 10

Dachboden über 2. OG

Dachboden über 2. OG

Dachboden über 2. OG

Dachboden über 2. OG

Dachboden über 2. OG

Dachboden über 2. OG

Fotografien aufgenommen während Umbau

Fassade Seite Steinstrasse 1. OG

Fassade Seite Steinstrasse 1. OG

Freigelegte Holzständerkonstruktion mit Riegelausfachung und Bretterwand

Freigelegte Holzständerkonstruktion mit Riegelausfachung und Bretterwand

Freigelegte Holzbalkendecke

Freigelegte Holzbalkendecke

Feuchte Holzbalkendecke mit Pilzbefall in der Küche 2. OG

Feuchte Holzbalkendecke mit Pilzbefall in der Küche 2. OG

Freigelegte Holzständerkonstruktion mit Riegelausfachung

Freigelegte Holzständerkonstruktion mit Riegelausfachung

Provisorische Unterstützung während der Freilegungen

Provisorische Unterstützung während der Freilegungen

Schleppgaube 2. OG Seite Steinstrasse

Schleppgaube 2. OG Seite Steinstrasse

Fassade EG Seite Kollerwiese

Fassade EG Seite Kollerwiese

Tenn 1. OG Blickrichtung Steinstrasse

Tenn 1. OG Blickrichtung Steinstrasse

Blickrichtung gemeinsame WC-Anlage Seite Kollerwiese. Die vorgesetzte Waschküche mit Bad musste wegen Einsturzgefahr abgebrochen werden

Blickrichtung gemeinsame WC-Anlage Seite Kollerwiese. Die vorgesetzte Waschküche mit Bad musste wegen Einsturzgefahr abgebrochen werden

Der Werkstattanbau Seite Kollerwiese musste wegen Einsturzgefahr abgebrochen und wieder aufgebaut werden

Der Werkstattanbau Seite Kollerwiese musste wegen Einsturzgefahr abgebrochen und wieder aufgebaut werden

Tenn 1. OG ausgeräumt

Tenn 1. OG ausgeräumt

Neue Deckenbalken ersetzen die alte, feuchte und schimmlige Deckenkonstruktion

Neue Deckenbalken ersetzen die alte, feuchte und schimmlige Deckenkonstruktion

Die abgebrochene gemeinsame WC-Anlage wird neu aufgebaut und später als Sitzungszimmer dienen

Die abgebrochene gemeinsame WC-Anlage wird neu aufgebaut und später als Sitzungszimmer dienen

Die alten Mauerteile standen auf Fundamenten aus Eichenbalken, welche mit der Zeit verfaulten. Neue Unterfangung mit Beton

Die alten Mauerteile standen auf Fundamenten aus Eichenbalken, welche mit der Zeit verfaulten. Neue Unterfangung mit Beton

Im EG erhalten die nicht unterkellerten Räume eine neue Betonplatte

Im EG erhalten die nicht unterkellerten Räume eine neue Betonplatte

Die neue Backsteinwand zwischen heutigem Sitzungszimmer und WC

Die neue Backsteinwand zwischen heutigem Sitzungszimmer und WC

Von der alten Dachkonstruktion konnte nur ein geringer Teil wieder verwendet werden

Von der alten Dachkonstruktion konnte nur ein geringer Teil wieder verwendet werden

Alte Fusspfetten mit Dachsparren und Aufschiebling

Alte Fusspfetten mit Dachsparren und Aufschiebling

Der tragende Fassadenbalken auf der Seite Steinstrasse musste ersetzt werden

Der tragende Fassadenbalken auf der Seite Steinstrasse musste ersetzt werden

Eine heikle Phase beim Einbau des Fassadenbalkens mit provisorischen Unterstützungen

Eine heikle Phase beim Einbau des Fassadenbalkens mit provisorischen Unterstützungen

Um die Tragfähigkeit zu erhöhen werden die Balkenenden verstärkt

Um die Tragfähigkeit zu erhöhen werden die Balkenenden verstärkt

Neue Riegelausfachung mit Backsteinen

Neue Riegelausfachung mit Backsteinen

Der Rohbau im Bereich des heutigen Sitzungszimmers

Der Rohbau im Bereich des heutigen Sitzungszimmers

Die Fassade Seite Kollerwiese auf Höhe des 2. OG

Die Fassade Seite Kollerwiese auf Höhe des 2. OG

Neue Betonböden im EG mit Dachpappe hochgezogen und unter den neuen Balken als Schutz gegen Feuchtigkeit

Neue Betonböden im EG mit Dachpappe hochgezogen und unter den neuen Balken als Schutz gegen Feuchtigkeit

Der Rohbau über dem heutigen Sitzungszimmer

Der Rohbau über dem heutigen Sitzungszimmer

Ausmauerung zwischen den neuen Balkenlagen

Ausmauerung zwischen den neuen Balkenlagen

Balkenverstärkung im Detail

Balkenverstärkung im Detail

Der neue Betonboden im Eingangsbereich EG

Der neue Betonboden im Eingangsbereich EG

Balkenverstärkung im Detail

Balkenverstärkung im Detail

Die neue Dachkonstruktion auf alten Balken und altem Gemäuer

Die neue Dachkonstruktion auf alten Balken und altem Gemäuer

Balkenverstärkung im Detail

Balkenverstärkung im Detail

Die rekonstruierte Schleppgaube auf der Seite Steinstrasse Blickrichtung Parkplatz

Die rekonstruierte Schleppgaube auf der Seite Steinstrasse Blickrichtung Parkplatz

Fassade Seite Kollerwiese mit dem wieder aufgebauten Magazin. Die Türe links wurde nachträglich zugemauert

Fassade Seite Kollerwiese mit dem wieder aufgebauten Magazin. Die Türe links wurde nachträglich zugemauert

Die neue Balkenlage im Tenn mit Blick vom EG ins 1. OG Richtung Steinstrasse

Die neue Balkenlage im Tenn mit Blick vom EG ins 1. OG Richtung Steinstrasse

Im Tenn 1. OG Blickrichtung Terrasse und Kollerwiese

Im Tenn 1. OG Blickrichtung Terrasse und Kollerwiese

Das wieder aufgebaute Magazin

Das wieder aufgebaute Magazin

Blick vom Hof auf die heutige "Küche". Rechts das Magazin

Blick vom Hof auf die heutige

Blick vom Hof auf die heutige "Küche". Links das Sitzungszimmer

Blick vom Hof auf die heutige

Wohnzimmer 2. OG Blickrichtung Parkplatz

Wohnzimmer 2. OG Blickrichtung Parkplatz

Die Fassade Seite Kollerwiese auf Höhe des 2. OG

Die Fassade Seite Kollerwiese auf Höhe des 2. OG

Die renovierte Eingangfassade im 2. OG

Die renovierte Eingangfassade im 2. OG

Tenn 1. OG Blickrichtung Steinstrasse

Tenn 1. OG Blickrichtung Steinstrasse

Die rekonstruierte Schleppgaube auf der Seite Steinstrasse Blickrichtung Parkplatz

Die rekonstruierte Schleppgaube auf der Seite Steinstrasse Blickrichtung Parkplatz

Tenn EG Blickrichtung Steinstrasse

Tenn EG Blickrichtung Steinstrasse

Das renovierte Gebäude an der Steinstrasse kurz vor der Vollendung

Das renovierte Gebäude an der Steinstrasse kurz vor der Vollendung

Die Gasheizung im Dachgeschoss

Die Gasheizung im Dachgeschoss

Fensterdetail der Schleppgaube im Wohnzimmer 2. OG

Fensterdetail der Schleppgaube im Wohnzimmer 2. OG

Tenn 1. OG Blickrichtung Terrasse

Tenn 1. OG Blickrichtung Terrasse

Gipserarbeiten im Sitzungszimmer Blickrichtung Kollerwiese

Gipserarbeiten im Sitzungszimmer Blickrichtung Kollerwiese

Wohnzimmer 1. OG Blickrichtung Tenn bzw. Steinstrasse 10

Wohnzimmer 1. OG Blickrichtung Tenn bzw. Steinstrasse 10

Wohnzimmer 1. OG Blickrichtung Küche

Wohnzimmer 1. OG Blickrichtung Küche

Neujahrsblätter

Aegertenwiese 1834

Aegertenwiese 1834
Festbetrieb am Eidgenössischen Ehr- und Freischiessen auf der Aegertenwiese 1834. Aquarell von Rudolf Denzler 1834. Original im Besitz der Zürcher Kunstgesellschaft (BAZ). Zum besseren Zugang aus der Stadt wurde dort, wo jetzt die Stauffacherbrücke steht, ein Steg errichtet. Der Eingang befand sich beim Botanischen Garten, etwa dort, wo heute das Haus der Berufsfeuerwehr steht. Der Schützenplatz war 500 Schritt breit und 1000 Schritt lang und die Scheiben wurden am Abhang des Rebhügels aufgestellt. Im Festzelt fanden an 150 Tischen 3000 Gäste Platz. Die Festrede hielt Regierungsrat Johannes Hegetschweiler. Die berühmtesten Gäste waren Königin Hortense mit dem Prinzen Louis Napoleon. Das Fest dauerte vom 12 bis 19. Juli 1834.

Backsteinfabrik

Backsteinfabrik
Stich von R. Ringger. 1861 wurde durch die Firma Frehner & Co. die mechanische Ziegelei im "Binz" gegründet, gleichzeitg mit der Ziegelei im "Tiergarten". Mit diesen mechanischen Ziegeleien war es möglich, die Ziegel einfacher und billiger herzustellen und diese zum Backstein zu brennen. Dies eröffnete die Möglichkeit, eine neue Art Häuser zu bauen (u.a. auch die Bühlkirche).

Bethaus und Schmiede

Bethaus und Schmiede
Bethaus und Schmiede um 1900, nach einer Anichtskarte aus jener Zeit, gezeichnet von Paul Wyss (geb. 1925, lebt in Zürich). Links das Haus mit der Versicherungs-nummer 41, damals bewohnt von den Familien Schultheis und Zollinger. Das Bethaus von 1791 diente seit dem Bau der Bühlkirche (1896) verschiedenen Zwecken und war der Stadt Zürich zum Kauf angeboten. Erst 1906 übernahm es die Kirchgemeinde wieder für eigene Zwecke. Der Brunnen von 1764 ist nicht sichtbar. Über dem Sonnenschirm der spazierenden Dame der seit 1809 bestehende Anbau der Schmiede mit dem Kamin.

Friedhof Sihlfeld

Friedhof Sihlfeld
Centralfriedhof der Stadt Zürich, Lithographie von J. J. Hofer, Zürich. 1877 Einweihung der ersten Etappe des neuen Zentralfriedhofs. Realisiert wird die nordöstliche Hälfte der Anlage, Pläne von Stadtbaumeister Arnold Geiser. Schon auf dem ornamentalen Plan des damaligen Stadtbaumeisters für den "Centralfriedhof der Stadt zürich" besitzt der Friedhof Sihlfeld A den heutigen, quadratischen Grundriss. Angeblich hat der Wiener Zentralfriedhof dafür als Vorbild gedient. Seine feingliedrige, klassizistische Portalanlage besteht aus hohem Haupttor, symmetrischen Seitenarkaden und harmonischen Flügelhäusern. Nach aussen bilden die Bauteile des Portals eine abwechslungsreiche Front. Aus einiger Entfernung korrespondiert sie mit der Silhoutte des Üetlibergs.

Kirche Bühl

Kirche Bühl
Bühlkirche Zürich-Wiedikon, Original-Holzstich von 1897. Sie wurde 1895/96 auf dem Moränenhügel oberhalb des Dorfes erbaut, wo ausser den wenigen Bauernhöfen des "Wyl" noch keine Gebäude standen, während die Abhänge beidseits mit Reben bepflanzt waren. Der Name Bühl findet sich urkundlich erstmals 1292 im Zusammenhang mit einem Landabtausch zwischen dem klosten Oetenbach und dem Deutschen Kaiser.

Schmiede Wiedikon

Schmiede Wiedikon
Nach einer Lithographie von A. Franke, wohl aus der Zeit kurz vor dem Abbruch 1933. Eine Dorfschmiede wäre vor 1798 von der nahen Stadt aus nicht geduldet worden. Sie wurde erst 1808 von David Näf als Anbau an sein uraltes Bauernhaus errichtet. Dieses war ursprünglich ein Teils des Meierhofes gewesen und gehörte um 1400 dem Ritter Götz II. von Hünenberg, um 1470 dem Zürcher Bürgermeister Heinrich Schwend, um 1500 dem Apotheker Anton Klauser in Zürich. Im 17. und 18. Jahrhundert war der Hof ein Erblehen der Familie Trüb, später der Familie Näf. Die "Schmiede" wurd als Wirtschaft aus dem 19. Jahrhundert in den Neubauübenommen und hier bis 1960 weitergeführt. Damit erklärt dieses Blatt, warum der Neubau das Wandbild eines Schmiedes bei seiner Arbeit zeigt und warum eine stadtbekannte Tram- und Bushaltestelle noch immer "Schmitte Wiedike" heisst.

Schulhäuser Bühl

Schulhäuser Bühl
Reproduktion der Graphischen Anstalt Hofer & Co. Zürich. Schulhaus Bühl, das erste nach der Eingemeindung durch die Stadt im Jahre 1900 in Wiedikon erstellte Schulhaus. Aussersihl und Wiedikon wurden zum dritten, zum grössten der damaligen fünf Stadtkreise mit gemeinsamer Schulpflege, vereinigt. Bei der zweiten Vereinigung mit den Limmat- und Glattalgemeinden und der neuen städtischen Schuleinteilung im Jahr 1934 wurden Leimbach, Wollishofen, Enge, Wiedikon, Albisrieden als Schulkreis Uto, mit Sitz der Kanzlei im Amtsgebäude Wiedikon, zusammengeschlossen.

Steinstrasse 8 und 10

Steinstrasse 8 und 10
Lithographie von Jakob Eschenmoser 1980: Die beiden alten Häuser an der Steinstrasse 8 und 10. Rechts Steinstrasse 8, erbaut 1594 von Felix Eberhart auf kleiner Wiese neben dem Baumgarten des Nachbarhauses (Steinstrasse 2, jetzt Parkplatz). 1654 zwei Hälften, 1692 drei Drittel, seit 1896 wieder ein Ganzes. 1986/87 zum Heimat- und Ortsmuseum umgebaut. Die Trennwand zwischen Haus und Scheune entspricht noch dem ursprünglichen Bohlen-Ständerhaus, doch einzelne Balken sind noch hundert Jahre älter. Links Steinstrasse 10, erbaut von Jakob Schnetzler, mit Erlaubnis der Obervögte knapp ausserhalb des Dorfbannes. Da der Nachbar von der anderen Seite ebenfalls knapp an diese Grenze baute, wirken die beiden Häuser, als ob es sich nur um eines handeln würde. Das Haus links befindet sich seit über zweihundert Jahren im Besitz der gleichen Familie!

Üetliberg mit Hotel Fürst und Uto Kulm

Üetliberg mit Hotel Fürst und Uto Kulm
Aquatinta von R. Dikenmann. Friedrich Beyel liess 1839/40 vom Zürcher Architekten J. J. Breitinger auf dem Üetliberggipfel das "Gast- und Kurhaus Üetliberg" errichten. Nach Beyels Tod 1866 erwarben die Hoteliers T. Baur und C. Fürst 1873 das Gasthaus. C. Fürst liess vom Architekten E. Schmid-Kerez das Gasthaus erweitern und nördlich davon den Grossbau des "Hotels Üetliberg" errichten. Der vergrösserte Berggasthof, das Hotel und die Üetlibergbahn wurden 1875 eröffnet. Das Grand-Hotel auf der Ägerten überlebte nicht. 1927 wurde die Liegenschaft von der Stadt Zürich übernommen und in der Folge eine Freiluftschule darin eingerichet. Als Baufällikeit festgestellt worden war, erfolgte 1943 der Abbruch.

Innenaufnahmen

Schenkerstube, ständige Ausstellung

Stapferstube, ständige Ausstellung

Schenkerstube, ständige Ausstellung

Stapferstube, ständige Ausstellung

Schenkerstube, ständige Ausstellung

Stapferstube, ständige Ausstellung

Küche, ständige Ausstellung

Küche, ständige Ausstellung

Küche, ständige Ausstellung

Küche, ständige Ausstellung

Küche, ständige Ausstellung

Küche, ständige Ausstellung

Tenn Erdgeschoss, Wechselausstellungen

Tenn Erdgeschoss, Wechselausstellungen

Tenn Erdgeschoss, Wechselausstellungen

Tenn Erdgeschoss, Wechselausstellungen

Tenn 1. Obergeschoss, Wechselausstellungen

Tenn 1. Obergeschoss, Wechselausstellungen

Tenn 1. Obergeschoss, Wechselausstellungen

Tenn 1. Obergeschoss, Wechselausstellungen

Tenn Dachgeschoss, ständige Ausstellung

Tenn Dachgeschoss, ständige Ausstellung

Tenn Dachgeschoss, ständige Ausstellung

Tenn Dachgeschoss, ständige Ausstellung

Tenn Dachgeschoss, ständige Ausstellung

Tenn Dachgeschoss, ständige Ausstellung

Sitzungszimmer

Sitzungszimmer

Sitzungszimmer

Sitzungszimmer
Dank den untenstehenden Spenderinnen und Spendern konnten folgende Räume mit neuen Beleuchtungskörpern ausgerüstet werden:

"Grünes Zimmer" für Wechselausstellungen

Claramunt Beatriz Neugasse 91 8005 Zürich
Kehl Anton und Ursula Steinstrasse 24 8003 Zürich
Martin Hans Peter Arbentalstrasse 348 8045 Zürich
Pichler Emma Asylstrasse 92 8032 Zürich
Styger Laurenz Döltschihalde 21 8055 Zürich
UBS AG Wiedikon

8003 Zürich
ZKB Wiedikon 8003 Zürich


"Küche" der permanenten Ausstellung

Scherrer Cécile Scherrer Werbeberatung 8003
Zürich

Wir danken ebenfalls all den anderen Spendern, die anonym bleiben wollen.

Wiediker Märsche

Titel gewidmet Komponist komponiert Noten Download
Zunft zu Wiedikon Zunftmeister Jakob Baur. Gestiftet von Emil M. Baumann Franz Königshofer 1968 Direktionsstimme
Einzelstimmen
Gis Meyer-Marsch Zunftmeister Alfons F. Meyer. Geschenk der Metallharmonie Wiedikon Jakob Farner 1978 Einzelstimmen
Marsch der Zunft zu Wiedikon Der Komponist hat für jede Zunft einen Marsch komponiert Marcel Wahlich 1985 Partitur
Direktionsstimme
Einzelstimmen
Wiediker Marsch Geschenk an die Zunft von Ueli Kunz Erwin E. Kunz 1997 Partitur
Einzelstimmen
Zunftmeister-Marsch Zunftmeister Albert Sieber (gaude wiedinchova) Robert Krauer Direktionsstimme
Walter Kamer-Marsch Zunftmeister Walter Kamer. Gestiftet von Gis Meyer Paul Huber Direktionsstimme
Einzelstimmen
E neui Schale Uniformweihung Jakob Farner
Unserem Zunftmeister Zunftmeister Karl F. Schneider Jakob Farner Einzelstimmen
Zunft-Marsch Max Füllemann Einzelstimmen
Zunftmarsch Fridolin Bünter Einzelstimmen
Hans Keller-Marsch Zunftmeister Dr. Hans Keller. Geschenk der Metallharmonie Wiedikon Alvin Muoth Partitur
Einzelstimmen
Silbertraum Umbenannt zu Wachtmeister Günthart-Marsch. Reiterchef Ruedi Günthardt gewidmet Christoph Walter 2007
Master of a Guild Zunftmeister Kaspar Luchsinger. Geschenk der Familie Christoph Walter 2008 Partitur
Einzelstimmen
Martini-Marsch Gerührt, nicht geschüttelt. Geschenk von Ronald Schmid

Uraufführung vom 27.05.2014 durch die Jungmusik KRT unter der Leitung von Dirigent Peter Künzli:

0129-music
Martin Wettstein 2010 Partitur
Einzelstimmen

Inventar